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Fotografieren im manuellen Modus

Raus aus den Automatikmodus - manueller Modus ohne Fachchinesisch erklärt

Fotografierst du noch im Automatikmodus? Falls ja – lass uns das unbedingt ändern, denn im manuellen Modus zu fotografieren bringt deine Bilder auf die nächste Stufe, versprochen! Angefangen habe ich auch im Automatikmodus. Bis zu dem Tag, als mich ein Fotograf anrief, der damals mit dem Unternehmen zusammengearbeitet hat, wo ich beschäftigt war. Er sagte mir, dass ich ein außergewöhnliches Talent zum Fotografieren habe, aber auch dass meine Bilder schlichtweg unscharf sind. Ich habe mich bis zu diesem Zeitpunkt auf die kreative Arbeit gestürzt, ohne das technische Basiswissen zu beachten. Das brauchst du allerdings unbedingt in der Food Fotografie – spätestens, wenn du mit einem Kunden zusammenarbeitest, müssen die Bilder auch technisch einwandfrei sein. Damit du nicht in einem Sumpf voller fachchinesischen Wörtern versinkst, möchte ich dir die Thematik „manueller Modus“ am Beispiel der Food Fotografie erklären. Erstmal sind für dich nur die drei Begriffe wichtig: Blende, Verschlusszeit und ISO. Damit du verstehst, was die drei Begriffe bedeuten und welchen Effekt sie auf dein Bild haben, erkläre ich dir im Folgendem alles im Detail.

Die Blende

Die Blende ist die Zahl mit dem „f“ davor und du stellst sie meisten durch das Drehen am Objektiv ein. Desto kleiner die Zahl (Beispielsweise f/1,4), desto weiter ist deine Blende geöffnet. Das bedeutet, dass mehr Licht auf deinen Sensor fällt und dein Bild heller ist bzw. die Belichtung höher ist. Bei einer weit geöffneten Blende (niedriger Blendenwert) liegt weniger Tiefenschärfe vor – Vorder- und Hintergrund werden unscharf. Bei einer höheren Blendezahl wie beispielsweise f/13 ist die Blende weiter geschlossen (etwas irreführend, ja ich weiß) und es kann weniger Licht auf den Sensor fallen. Das bedeutet zum einen, dass dein Bild dunkler und zum anderen, dass die Elemente im gesamten Bild schärfer sind (mehr Tiefenschärfe). Aber welche Einstellung sollst du nun wählen? Ich persönlich liebe den Look, wenn das Food im Fokus steht und vom Hintergrund freigestellt ist (wenig Tiefenschärfe). Dementsprechend fotografiere ich sehr oft mit einer Blende von f/1,4. Wenn du mit einer geöffneten Blende fotografierst, solltest du darauf achten, dass die Elemente, die im Fokus stehen auch scharf sind. Sollte das nicht der Fall sein, solltest du den Blendenwert etwas erhöhen. Wenn ich für einen Kunden shoote und ein Produkt im Hintergrund platziere, dann wähle ich eine Blende zwischen f/5 und f/8. Das ermöglicht mir eine höhere Tiefenschärfe (siehe Beispielbilder).

Also merke dir:

Desto höher die Zahl, desto weniger geöffnet ist die Blende und du erzielst mehr Tiefenschärfe im Bild. Außerdem fällt weniger Licht auf deinen Sensor

Desto niedriger die Zahl, desto weiter geöffnet ist die Blende und du erzielst weniger Tiefenschärfe. Außerdem fällt mehr Licht auf den Sensor

Die Verschlusszeit

Mit der Verschlusszeit stellst du ein wie lange dein Bild belichtet (bzw. wie lange Licht auf deinen Sensor fällt) wird. Also wie lange es vom ersten bis zum zweiten „Klick“ dauert. Eine längere Verschlusszeit verwende ich bei schlechten Lichtverhältnissen (was im Winter ja nicht selten vorkommt). Eines solltest du dabei aber nicht vergessen: Desto länger es vom ersten bis zum zweiten „Klick“ dauert, desto mehr Bewegungsunschärfe hast du in deinem Bild. Okay jetzt bewegt sich dein Essen in der Regel nicht von der Stelle, aber falls du Freihand fotografierst, solltest du unbedingt auf ein Stativ zurückgreifen, denn egal wie ruhig deine Hand ist – du bewegst dich immer ein klein wenig. Eine sehr kurze Verschlusszeit stelle ich ein, wenn ich Bewegungen wie Flüssigkeiten oder Puderzucker einfrieren möchte. Mehr dazu findest du im Blogbeitrag „Bewegungen in der Food Fotografie einfrieren“.

Also merke dir:

Bei längeren Verschlusszeiten fällt länger Licht auf den Sensor. Das bedeutet aber auch, dass es zu mehr Bewegungsunschärfe kommt. In diesem Fall ist ein Stativ sehr hilfreich

Bei kürzeren Verschlusszeiten fällt kürzer Licht auf den Sensor. Mit kurzen Verschlusszeiten können Bewegungen eingefroren werden.

Die ISO

Die ISO beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors deiner Kamera. Ein niedriger ISO-Wert wie beispielsweise 100 oder 200 bedeutet eine niedrige Lichtempfindlichkeit. Desto höher du deine ISO einstellst, desto heller wird dein Bild. Allerdings erhöht sich mit einem höheren ISO-Wert auch die Lichtempfindlichkeit und es kommt je nach Kamera und Objektiv zu einem Rauschen im Bild. Ich versuche nie über einem ISO-Wert von 400 zu fotografieren, um dieses Rauschen im Bild zu vermeiden. Machmal lässt sich das nicht vermeiden – zum Beispiel, wenn ich eine Bewegung einfrieren möchte (kurze Verschlusszeit) und es recht dunkel draußen ist.

Also merke dir:

Desto höher du deine ISO einstellst, desto heller wird dein Bild. Allerdings kann ein erhöhter ISO-Wert zu einem Rauschen im Bild führen.

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